Am 27. Mai 2026 hieß es: „Zeig uns dein Bielefeld“. Rund 31 Menschen aus unterschiedlichen Organisationen folgten der Einladung zum gemeinsamen Spaziergang – mit einer einfachen, aber wichtigen Frage im Gepäck:
Wie kann Begegnung im Alltag gelingen – besonders zwischen Menschen, die sich sonst selten begegnen?
In entspannter Atmosphäre führte der Weg von der Kunsthalle bis zum IBZ Friedenshaus – vorbei an ganz unterschiedlichen Orten in Bielefeld: Altstadt, Tadnem Sprachkurs, Kesselbrink. Ausgangspunkt unterwegs war dabei auch die Frage:Welche Orte sind für euch in Bielefeld wichtig – und warum?
Die Antworten waren so vielfältig wie die Gruppe selbst. Genannt wurden unter anderem: Siggi, das IBZ, Spielplätze, der Oetkerpark, der Kesselbrink, Jugendzentren, die Bibliothek, Begegnungen in Bus und Bahn oder auch Demonstrationen. Diese Sammlung zeigt eindrücklich, wie unterschiedlich Menschen die Stadt erleben – und wo Begegnung im Alltag tatsächlich stattfindet.
Unterwegs ging es nicht nur ums Gehen, sondern vor allem ums Erzählen, Zuhören und Perspektiven teilen. Am Alten Markt wurde das Thema spielerisch vertieft – mit einem Bingo rund um Fragen wie: Warum komme ich hierher? Ist das ein Ort der Begegnung?
Die Auswertung zeigte: Viele Menschen kommen vor allem zu großen Veranstaltungen an den Alten Markt. Als Treffpunkt funktioniert er gut – doch echte, zufällige Gespräche mit unbekannten Menschen bleiben eher selten.
„Die Gespräche und Kontakte waren kurz, aber wohltuend.“
„Es war ein schön bunt gewürfelter Haufen an aufgeschlossenen Menschen.“
Der geplante 90-minütige Spaziergang dauerte am Ende etwas länger – was der guten Stimmung keinen Abbruch tat: Viele Teilnehmende blieben bis zum Schluss.
Im IBZ Friedenshaus klang der Abend bei gemeinsamem Essen aus – gekocht aus geretteten Lebensmitteln – und weiteren persönlichen Gesprächen aus.
„Das gemeinsame Essen fand ich richtig gut – das war ein schöner Abschluss.“
Außerdem, die Jugendliche der Young Future Initiative – IBZHausgruppe, hat ein Poetry Slam zum Thema „Gesellschafttliche Teilhaben, und antirassisumus“ vorgelesen und hat den Abschluss noch runder gemacht.
Besonders schön: Nach der Veranstaltung gab es bereits erste Nachfragen, wann ein solcher Spaziergang wieder stattfinden wird – ein klares Zeichen dafür, wie positiv das Format aufgenommen wurde.
Neben viel wertschätzendem Feedback gab es auch hilfreiche Hinweise für die Zukunft, etwa den Wunsch nach noch mehr gezielten Austauschformaten oder einer größeren Vielfalt an Perspektiven.
Insgesamt bleibt vor allem eines: ein Abend, der gezeigt hat, wie bereichernd es ist, gemeinsam durch die Stadt zu gehen, sich auszutauschen – und dabei Bielefeld (und einander) neu zu entdecken.
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