Gemeinsames Essen reicht, um Menschen zu verbinden.
Am 12. Juni 2026 kamen 21 Teilnehmende in der Kunsthalle Bielefeld und im Café Gemach Manhattan zusammen, um genau das zu erleben. Im Mittelpunkt stand die Frage: Welche Gerichte verbinden wir mit Zuhause – und welche Geschichten erzählen sie?
Der Abend begann mit einer Kurzführung durch die Ausstellung in der Kunsthalle. Die Ausstellung beschäftigte sich mit der Frage, wie Wissen, Erfahrungen und kulturelle Praktiken gesammelt, weitergegeben und neu interpretiert werden können.
Im Zentrum stand die Idee eines gemeinsamen „Speichers“ („Cache“), in dem Dinge – wie Objekte, Geschichten oder auch Rezepte – abgelegt und von anderen wieder aufgegriffen werden. Dabei ging es nicht nur um Kunst im klassischen Sinn, sondern auch um Alltagskultur und geteilte Erfahrungen.
„Die Ausstellungsführung hätte gern etwas länger sein können – ich hätte noch mehr hören und lernen wollen“.
So bildete die Ausstellung eine Brücke zum weiteren Abend: Auch beim gemeinsamen Essen wurden Wissen, Erinnerungen und Perspektiven ausgetauscht und weitergegeben.
Anschließend wurde es praktisch: Mitglieder der IBZ-Hausgruppen teilten selbstgemachte Speisen aus Senegal und Gambia. Beim gemeinsamen Essen entstanden Gespräche über Zutaten, Gewürze und Erinnerungen.
Die Teilnehmenden fanden es auch spannend, dass sogenannte Nems (ähnlich wie Frühlingsrollen) ursprünglich aus Vietnam stammen und somit nicht zu den traditionellen Gerichten Senegals oder Gambias gehören. Durch historische Verbindungen während der französischen Kolonialzeit fanden sie jedoch ihren Weg nach Westafrika. Besonders im Senegal sind Nems heute sehr verbreitet und fester Bestandteil vieler Familienfeiern, Feste und gastronomischer Angebote.
„Ich wusste nicht, dass senegalesisches Fingerfood dem asiatischen Essen ähnelt. Man merkt, dass andere Gewürze verwendet werden.Es war ein ‚köstlicher‘ Austausch.“
Die Atmosphäre war offen und geprägt vom gegenseitigen Interesse – am Essen und an den Geschichten dahinter.
„Ich war noch nie in der Kunsthalle und habe mich sehr gefreut, mit einer netten Gruppe hinzugehen.“
Der Abend zeigte: Essen kann ein Ausgangspunkt für Begegnung sein – niedrigschwellig, alltagsnah und verbindend.
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